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Philip van Buren, geboren 1970, erhielt im Alter von 5 Jahren erstmals Klavierunterricht. Seine ersten musikalischen Ausbildungsstätten waren die Akademie für Tonkunst in Darmstadt und das Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main. Dort erhielt er auch Unterricht in Komposition bei Claus Kühnl. Nach dem Abitur studierte er an der Musikhochschule Köln Horn in der Klasse von Professor Erich Penzel und Dirigieren bei Professor Volker Wangenheim. Außerdem studierte er ein Jahr lang an der Norwegischen Musikhochschule Oslo in der Hornklasse von Prof. Frödis Ree Wekre. Sein Examen machte er in der Dirigierklasse von Professor David De Villiers an der Folkwang-Musikhochschule in Essen. Anschließend wurde er vom Dirigentenforum des Deutschen Musikrates gefördert, unter anderem mit Kursen bei Wolf-Dieter Hauschild, Max Pommer und Roland Seiffarth. Als Hornist spielte er unter anderem mit den Dirigenten Mariss Janssons, Valery Gergiev, Mstislav Rostropowitsch, Heinz Holliger, und Lothar Zagrozek.
Seit Beginn der Spielzeit 2010/2011 ist er am Theater Regensburg als 1. Kapellmeister und Stellvertretender Generalmusikdirektor engagiert. Dort hat er in seiner ersten Spielzeit neben den Premieren von La Traviata, Prokofievs Ballett Romeo und Julia und dem Musical Singin' in the Rain Richard Wagners Lohengrin, Die Tote Stadt von Korngold und die Fledermaus dirigiert.
Im Dezember 2011 übernahm er am Theater Regensburg die Premiere von Hänsel und Gretel, im Frühjahr 2012 ist er für die Premiere von Evita verantwortlich. Darüber dirigiert er in dieser Saison Vorstellungen von Turandot und Falstaff sowie das 2. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Regensburg.
Noch während des Studiums erhielt er erste Engagements am Essener Aalto-Theater und an den Bühnen der Stadt Köln. Dort dirigierte er zahlreiche Vorstellungen mit dem Gürzenichorchester/Kölner Philharmoniker, unter anderem Les Brigands von Jacques Offenbach und La bella dormente nel bosco von Ottorino Respighi. Anschließend wechselte er als Kapellmeister an die Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach, wo er fast 280 Vorstellungen und Konzerte dirigiert hat. Zu den wichtigen Dirigaten zählen beispielsweise Fidelio, Hänsel und Gretel, Werther, Tosca, Così fan tutte, Carmen und Eugen Onegin. Er war sieben Jahre lang Dirigent der Kinderkonzerte der Niederrheinischen Sinfoniker, die er gemeinsam mit dem Kobold Kiko moderierte. In diesem Rahmen hat er unter anderem Werke wie die Bilder einer Ausstellung, El amor brujo, Nussknacker, Ein Amerikaner in Paris und Mendelssohns Sommernachtstraum aufgeführt.
Philip van Buren gastierte unter anderem bei den Eutiner Festspielen 2005, wo er Vorstellungen von Die Fledermaus und den Freischütz übernahm. Darüber hinaus war er mit La Cenerentola Gast am Ulmer Theater, dirigierte La Bohème in Orvieto, Italien und war für 2 Vorstellungen Einspringer mit dem Vogelhändler bei einer Tournee der Krakauer Oper in Belgien und den Niederlanden.
Beim Festival Monschau Klassik 2010 dirigierte er Rigoletto mit Eva Lind, Andrej Dunaev und Riccardo Lombardi in den Hauptrollen.
Insgesamt hat Philip van Buren über 40 verschiedene Produktionen aus Oper und Ballett geleitet. Er betreute als Pianist zahlreiche Werke des zeitgenössischen Musiktheaters, darunter Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung von Detlev Glanert, Ödipus von Wolfgang Rihm, Ligetis Le Grand Macabre, Der Riese vom Steinfeld von Friedrich Cerha und die Uraufführungen von Stefan Heuckes Das Frauenorchester von Auschwitz und Der Idiot von Thomas Blomenkamp.
2003 gründete er, seiner Neigung für zeitgenössische Musik folgend, das ensemble l’expérience, mit dem er beispielsweise Werke von Isang Yun, Detlev Glanert, Pierre Boulez und Arnold Schönberg aufgeführt hat.
Philip van Buren ist musikalischer Leiter der Westdeutschen Kammerphilharmonie und des Niederrheinischen Kammerorchesters, mit welchem er vornehmlich Hauptwerke des 18. und 19. Jahrhunderts aufführt. Seit 2009 ist er Musikalischer Leiter der Orchesterakademie NRW, mit der er unter anderem Schostakowitschs 8. Sinfonie und die 3. Sinfonie von Gustav Mahler aufführen wird.
Zu den Konzertsälen und Opernbühnen, an denen van Buren bislang auftrat, gehören unter anderem die Proms in der Londoner Royal Albert Hall, die Berliner Philharmonie, das Théatre des Champs Elysées, die Semperoper Dresden, die Kölner Philharmonie, das Concertgebouw in Amsterdam und die Hamburger Musikhalle.
Er arbeitete unter anderem mit den Kölner Philharmonikern, dem Philharmonischen Staatsorchester Halle, dem Staatsorchester Frankfurt/Oder, den Hamburger Symphonikern, den Niederrheinischen Sinfonikern, den Bergischen Symphonikern, dem Philharmonischen Orchester der Stadt Heidelberg, dem Orchester der Oper Krakau und der Russischen Kammerphilharmonie.
Philip van Buren spricht fließend deutsch, französisch, englisch und norwegisch.
> Dirigiertes Repertoire (Oper und Ballett)
Stand: Juni 2011 |
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